Abschied von Erhard Menz

Abschied von Erhard Menz – SPORT – seine Lebensaufgabe

Hiermit nehmen wir Abschied von Erhard Menz, der lange Jahre als Vorsitzender des DTSB Kreisvorstandes Jena-Stadt und später des Stadtsportbund Jena e.V. die Geschicke rund um den Jenaer Sport gelenkt hat.

Er war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, dessen aktive Tätigkeit für den organisierten Sport 1970 in den Reihen des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) in der Stadt Jena begann und am 19. Mai im Alter von 84 Jahren endete.

Der Blick zurück zeigt, dass sich seine Anstrengungen für die Sportlerinnen und Sportler, speziell in der Leichtathletik, dem Fußball, in der Spartakiade-Bewegung und dem Nachwuchsleistungssport, gelohnt haben.

Das Miteinander aller Akteure hat nicht nur den Leistungssport, sondern auch den Breitensport in der Stadt Jena geprägt. Davon zehren wir noch heute.

Die Folge des gesellschaftlichen Umbruchs in unserem Land war der Aufbruch in neue Strukturen des organisierten Sports. Die Reglementierung des Sportverkehrs fiel weg.

Die DTSB Bezirksorganisation Gera empfahl eine Erneuerung der Sportorganisationen. Die sportpolitische Weichenstellung in Jena, nach dem Vorbild der Vereine in der Bundesrepublik Deutschland, mündete am 29. Mai 1990 in die Gründung des „Stadtsportbund Jena e.V.“ und weiterer Jenaer Sportvereine.

Was wären die Sportvereine, der selbstverwaltete Sport in Zeiten des Umbruchs und der Neugründungen ohne Männer seines Formats, ohne Säulen, an denen andere Halt und Vorbild finden, von denen man weiß: Sie sind da, du kannst dich auf sie verlassen!

Beispielhaft ist hier die intensive Beziehung zur Partnerstadt Erlangen zu nennen, zu der Erhard Menz maßgeblich beitrug.

Sein freiwilliger Dienst für die Sportlerinnen und Sportler, im Sinne einer langjährigen, treuen und aktiven ehrenamtlichen Vorstandsarbeit von 1993 bis 2003, war immer auf Augenhöhe.

Erhard Menz hat stets Kompetenz und Erfahrung mit Bescheidenheit gepaart, war immer ein Verfechter der Sache, nicht von Eitelkeiten und Befindlichkeiten.

Der Weitblick und die Ausdauer für den Jenaer Sport zahlen sich heute noch aus.

Er war nie populistisch in seinem Handeln, sondern er traf die Entscheidungen, die notwendig waren, zur Not auch auf Kosten der eigenen Beliebtheit.

Am Ende seines sportpolitischen Weges sind Erhard Menz daher verschiedene Würdigungen und Ehrungen auf Kommunal- und Landesebene zuteil geworden.

Auf diesem Wege bedanken wir uns für sein unermüdliches Engagement im und für den Jenaer Sport. Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

In Dankbarkeit und Verbundenheit

Seine Wegbegleiter im Stadtsportbund Jena e.V.