#hauptsacheMuskelkater

#hauptsacheMuskelkater: LSB Thüringen startet Initiative zur Förderung alternativer Sportangebote von Vereinen

Die Coronavirus-Pandemie bringt das vereinsbasierte Sporttreiben weiterhin fast vollständig zum Stillstand. Sport vor dem Bildschirm statt in der Turnhalle und individual statt im Mannschaftstraining lautet nach wie vor die Maxime zur Kontaktreduzierung. Auf Sporttreiben soll dennoch nicht verzichtet werden. Vor allem Online-Trainingseinheiten und Challenges für den Individualsport sind derzeit geeignete Mittel für die rund 3.400 Thüringer Sportvereine, um ihre über 365.000 Mitglieder zur Bewegung zu animieren. Doch diese zusätzliche Maßnahme verlangt weiteres Budget von den Vereinen. Der Landessportbund Thüringen möchte daher seine Mitgliedsvereine bei der Gestaltung und Bereitstellung von digitalen und alternativen Sportangeboten finanziell und inhaltlich unterstützen.

Zu diesem Zweck startet heute die Initiative „#hauptsacheMuskelkater“. Im Rahmen der Initiative fördert der LSB anteilig die Anschaffung von Technik zur Produktion von Online-Videos und Livestreams. Förderfähig ist unter anderem die Anschaffung von Kameras und Zubehör sowie von kostenpflichtigen Konferenzsystemen. Ein-Sparten-Vereine können bis zu 400 Euro Förderung beantragen, Sportvereine mit mehreren Abteilungen können mit bis zu 800 Euro unterstützt werden. Die Antragsfrist endet am 28. Februar.

Um für Online-Trainingseinheiten technisch, gestalterisch und inhaltlich gewappnet zu sein, bietet die LSB Thüringen Bildungswerk GmbH im Rahmen der Initiative zwei kostenlose Online-Fortbildungen für interessierte Vereinsvertreter durch. Die Fortbildungen „Online-Training im Verein – So geht’s!“ finden am Freitag, dem 5. Februar (17 Uhr), und Samstag, dem 13. Februar (9 Uhr), statt.

 

10x 500 Euro beim Vereinswettbewerb gewinnen

Für Thüringer Sportvereine, die Online-Trainings durchführen oder sich andere alternative Sportangebote (z.B. Challenges) für ihre Vereinsmitglieder überlegt haben, hat der LSB Thüringen zudem einen Vereinswettbewerb gestartet. Bis 30. April 2021 können sich Vereine mit ihren Aktionen, die sie seit dem 15. März 2020 durchgeführt haben, per Online-Formular bewerben. Eine Jury wählt die fünf besten Aktionen aus. Fünf weitere Vereine werden per Zufallsprinzip gelost. Zu gewinnen gibt es jeweils einen 500-Euro-Gutschein vom Thüringer Sport-Service, der unter anderem für den Kauf von Sportmaterialien für den Re-Start verwendet werden kann.

Der Muskelkater-Mittwoch, an dem das LSB-Maskottchen „Muskelkater“ jeden Mittwoch ein Online-Training mit einem Thüringer Sportexperten durchführt, sowie die Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen von Thüringer Sportvereinen rundet die Initiative ab.

Alle Informationen zur Initiative „#hauptsacheMuskelkater“ finden die Vereine auf der LSB-Homepage (www.thueringen-sport.de).

Malwettbewerb und TIKTOK/Foto-Challenge

Sicherlich habt ihr in eurem Verein Mittel und Wege gefunden, Angebote für eure Mitglieder zu kreieren und den Kontakt zu halten. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, wie eure Mitglieder vor allem ihre Verbundenheit zu ihrem Verein ausdrücken können. Unter dem Motto „Ich vermisse meinen Verein, weil…“ bzw. unter dem Hashtag #VEREINzelt haben wir zwei kleine Wettbewerbe vorbereitet. Einen Malwettbewerb und eine TIKTOK/Foto-Challenge. Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

Die Plakate findest du hier:

Malwettbewerb

TIKTOK/Foto-Challenge

Statement zum Haushhaltssicherungskonzept

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Statement zum Haushhaltssicherungskonzept

Gestern Abend demonstrierten viele JenaerInnen gegen das geplante Haushaltssicherungskonzept.

Wir als Stadtsportbund Jena e.V. sehen die dort aufgeführten Kürzungen ebenfalls kritisch. Vieles, was unser Leben in Jena ausmacht, die Vielfalt in unserem kulturellen, sozialen und auch sportlichen Zusammenleben steht auf dem Spiel.

Es muss oberste Priorität haben, den Einrichtungen und Vereinen die finanziellen Grundlagen ihrer täglichen, wichtigen Arbeit zu erhalten und nach alternativen Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die unser gesellschaftliches Miteinander nicht zerstören.

Zitterpartien bei der Finanzierung, an denen Existenzen und Familien hängen, schaut sich keiner lange an. Wer sich nicht mehr finanzieren kann, wird sich nicht halten können. Eine zuverlässige Förderung ist also das A und O der gemeinnützigen Arbeit, gerade jetzt, da viele alternative Einnahmemöglichkeiten wie Eintrittsgelder oder Kursgebühren nicht akquiriert werden können.

Viele, wenn nicht gar alle Betroffenen, sind anerkannt gemeinnützig tätig und den allermeisten stehen derzeit gar keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten als durch die Fördermittel der Stadt zur Verfügung. Jeder Euro weniger bedeutet also weniger Kultur, weniger Sozialarbeit, weniger – auch sportliches – Engagement für die, die es am nötigsten haben.

Die Bürger dieser Stadt brauchen diese Leistungen. Unser Jena lebt von der Vielfalt, dem Miteinander in Sport und Kultur und den über Jahre gewachsenen Angeboten, die unsere Bürgerinnen und Bürger, egal, ob klein oder groß, jeden Tag nutzen und lieben.

Bestimmt gibt es noch Mittel und Wege, durch andere Maßnahmen einen ausreichend gesicherten Haushalt zu verabschieden und hoffentlich wird sich das Problem mit den Gesetzesänderungen, die in Thüringen in den nächsten Wochen anstehen, auch noch entschärfen. Auch das muss berücksichtigt werden.

Denn eins ist auch uns ziemlich klar: Was fort ist, ist fort.

29. Thüringer Wandertag

29. Thüringer Wandertag

Am 25.09.2021 soll zum 29. mal der Thüringer Wandertag stattfinden. Unter dem Motto: “Ich wandre ja so gerne…” organisieren die Aktiven vom Rennsteigverein e.V. Ortsgruppe Suhl einen Tag mit Wanderungen, kulinarischen und kulturellen Highlights. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich hier.

Online-Umfrage Covid-19

Wichtige Online-Umfrage zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf den Thüringer Sport – Bitte teilnehmen!

Alle Jenaer Sportvereine haben in den letzten Tagen vom Landessportbund Thüringen eine Einladung zur Online-Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten. Auch in der Tagespresse hat der LSB schon auf die Wichtigkeit dieser Umfrage hingewiesen. Sollten Sie die Mail mit dem Einladungslink nicht erhalten haben, sprechen Sie uns bitte an.

Wir bitten alle unsere Mitgliedsvereine, diese Umfrage möglichst detailliert zu beantworten, damit die Studie aussagekräftige Ergebnisse zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Sportvereine liefern kann.
In der Umfrage werden auch Details zur Mitgliederentwicklung und zur Entwicklung der finanziellen Situation im Verein erfragt. Ich habe diese Umfrage für den Sportverein, dessen Vorsitzender ich bin, bereits beantwortet und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr sinnvoll ist, sich die GuV-Berichte des Vereins für die Jahre 2019 und 2020 vorher zurecht zu legen, um die Fragen nach der finanziellen Entwicklung ohne langes Suchen beantworten zu können. Haben Sie diese Zahlen gleich zur Hand, ist das Ausfüllen tatsächlich eine Sache von wenigen Minuten und sichert auf diesem Weg unschätzbar wertvolle Einblicke in die Auswirkungen der Pandemie auf den Sport. Mitgliederschwund und finanzielle Einbußen lassen sich einfach dokumentieren und Ihre Einschätzung der sportlichen und wirtschaftlichen Zukunft Ihres Vereins wird ebenfalls erfasst. Nutzen Sie die Ihnen hier gegebene Stimme, um auf die teilweise prekäre Situation in vielen Sportvereinen aufmerksam zu machen!

Wir hoffen, dass dadurch gezielt und ausreichend Mittel und Beratungsangebote eingeplant und zur Verfügung gestellt werden können, um die Sportvereine möglichst glimpflich durch die Pandemie zu begleiten.

Die Umfrage ist anonym und eine Weiterleitung der erfassten Daten, auch zur Existenzbedrohung des Vereins, erfolgt nicht. Wenn Sie also direkt existentiell von der entstandenen Situation betroffen sind und Fragen zu den verfügbaren Förderprogrammen haben, sprechen Sie uns bitte direkt an.

Bleiben Sie gesund, Ihr

Sören Genzler
– Vorsitzender –

Kuscheltier Yoga

Weiterbildung Kuscheltier Yoga (online-Angebot)

Die Weiterbildung findet am 26.01.21, von 9.00 – 15.00 Uhr online statt.
 
Mit Kuscheltieren? Ja, du hast richtig gelesen. Kuscheltiere können für Kinder der erste Berührungspunkt mit Yoga sein. Beim Kuscheltier Yoga geben die Namen verschiedener Tiere (Löwe, Krokodil, Frosch) immer eine Übung (Asana) vor und beflügeln somit auch die Fantasie (Affe = Urwald = Abenteuer). Geübt wird dabei stets unter Anleitung eines Erwachsenen, der auf die Ausführung, das Tempo und den Gesamtablauf achtet. Das gemeinsame Praktizieren ist kinderleicht und kerngesund. Mit einem dafür entwickelten praktischen Karten-Set ist es ganz einfach, gemeinsam mit Kindern die ersten Yoga-Schritte zu machen.
 
Anmeldungen sind unter folgendem Link möglich:

Haushaltssicherungskonzept

Stadtsportbund Jena warnt vor Kahlschlag der Jenaer Sportlandschaft und fordert Alternativen

Statt das Jahr 2020 in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen und auf das vergangene ungewöhnliche Sportjahr zurückzublicken, traf sich am Montagabend der Vorstand des Stadtsportbundes(SSB) Jena zu einer weiteren digitalen Sitzung.


Drei Tage vor Weihnachten gab es nur einen, dafür aber umso wichtigeren Tagesordnungspunkt, das Haushaltssicherungskonzept der Stadtverwaltung und den darin enthaltenen geplanten Kahlschlag der Jenaer Sport- und Vereinsförderung. Dem SSB fällt es schwer zu akzeptieren, weshalb im Bereich des Sports 70000€ im Jahr im vorliegenden Haushaltssicherungskonzept dauerhaft eingespart werden sollen. Geld, das nur den gemeinnützigen Sportvereinen in Jena zu Gute kommt und das den über 25000 Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern, Rentnerinnen und Rentnern, die in Jenaer Sportvereinen organisiert sind, schmerzlich fehlen wird.


Die Jenaer Sportfamilie konnte im Jahr 2020 den Auswirkungen der allgemeinen pandemischen Lage noch widerstehen, doch die Folgen in den ohnehin meist schlecht gefüllten Vereinskassen für die Jahre ab 2021 sind nicht absehbar. Es ist zu erwarten und es zeigt sich schon in den ersten Zahlen für 2021, dass die Mitgliedszahlen in den Vereinen dramatisch sinken werden. Geschlossene Sportanlagen motivieren niemanden, eine Vereinsmitgliedschaft abzuschließen, sondern eher aus dem Verein auszutreten.
Jetzt, da der organisierte Sport im zweiten Lockdown steckt, wird sich die finanzielle Situation der Vereine ganz sicher nicht verbessern. Wir müssen uns vor Augen halten, dass diese 70000€ bereits mehr sind, als die 117 Jenaer Sportvereine insgesamt an Projekt- und Pauschalförderungen erhalten. Diese betrug 2020 nur 63000€. Mit diesem Geld konnten von den Vereinen zum Beispiel dringend benötigte Sportgeräte angeschafft werden oder auch Stellen im Bundesfreiwilligendienst gegenfinanziert werden. Nicht jeder Verein hat die Mittel, solche Aufwände aus eigener Kraft zu stemmen und angesichts der schwierigen Lage der Vereine ist es jetzt das falsche Signal, ihnen diese Gelder zusammen zu streichen oder ganz zu verwehren.


Auch dem Stadtsportbund selbst wurden bereits Einsparungen bei der Fördersumme in Aussicht gestellt. Der SSB übernimmt gerade für die vielen kleinen Vereine wichtige Aufgaben in der Übungsleiterausbildung und der Vereinsberatung, organisiert Sportveranstaltungen an Schulen und für die kommunalen Kindertagesstätten und sorgt für die fachliche Aus- und Weiterbildung der Erzieher. Dadurch entlasten die vier hauptamtlichen Mitarbeiter die Vereine und kommunalen Träger, indem sie diese Leistungen bedarfsgerecht und effizient aus einer Hand allen unseren Partnern zur Verfügung stellen. Auch der SSB wird sich gegen Einsparungen zur Wehr setzen müssen, um dem Sport in Jena weiter eine starke Stimme geben zu können.


Angesichts des im Haushaltssicherungskonzept angegebenen Volumens von 850000€ für die Sportvereinsförderung erscheinen 70000€ geradezu wenig, müssen doch andere deutlich höhere Einschnitte hinnehmen. Hier darf man nicht außer Acht lassen, dass bei einem Großteil der darin enthaltenen Aufgaben gar kein Einsparungspotenzial besteht und sich die Suche bei den angestrebten Kürzungen nahezu zwangsläufig auf die Vereinsarbeit konzentrieren muss.


Wir rufen alle Stadtratsfraktionen dazu auf, dem Ausbluten der Jenaer Sportlandschaft mit aller Kraft entgegen zu wirken und sich persönlich zu engagieren, um sportverträgliche Alternativen bei den Einsparungen zu finden, die die tägliche Arbeit der Vereine nicht in Gefahr bringen.